Interviews

Jens Voigtländer im Interview nach dem 3. Spieltag

Veröffentlicht am Mittwoch, 09. September 2015 11:01

Hallo Jens, zunächst erstmal vielen Dank für die Zeit, die du dir für dieses Interview genommen hast. Nachdem uns Pierre Keilwagen (Mannschaftskapitän SG I) letztes einige Fragen zur ersten Mannschaft beantwortet hat, bist nun du als Trainer bezüglich SG II an der Reihe. Gib den Lesern doch bitte ein kleines Fazit der letzten Saison.

Zuerst vielen Dank für die Möglichkeit, sich auf diesem Wege an die Fans wenden zu dürfen. Nach dem Wiederaufstieg in die 1. Kreisklasse hat die Zweite in den letzten drei Jahren jeweils frühzeitig den Klassenerhalt sichern können. Vorige Saison war das aber auf Grund von arbeitsbedingten Wechseln und auch Ausfällen durch Verletzungen schon schwieriger. Da Zugänge aus dem eigenen Nachwuchs noch auf sich warten lassen, mussten es oft die erfahrenen Familienväter richten. Unseren Neuzugängen aus anderen Vereinen mangelte es häufig noch an Erfahrung und Spielstärke, sich gegen eingespielte und robuste erste Mannschaften zu behaupten. So mussten, insbesondere bei einigen Auswärtsspielen, empfindliche Niederlagen verkraftet werden. Dazu kam, dass sich die Mannschaft nie richtig einspielen konnte, da oftmals von Woche zu Woche ein komplett anderer Kader auf dem Platz stand. Auf einigen wichtigen Positionen herrscht nach wie vor akuter Personalmangel. Damit kann man nicht zufrieden sein.  

 

Nun dann aber ein Ausblick auf die neue Spielzeit. Wie schätzt du die Chancen ein und welche Ziele habt ihr euch gesteckt?

Wer von vorn herein den Abstieg einplant ist definitiv fehl am Platze. Durch die Verstärkung des Kaders der Ersten, dürfte sich ab September auch die Personalsituation entspannen. Man muss aber realistisch einschätzen, dass der 8. Platz zum Klassenerhalt eine echte Herausforderung  werden wird.

Mit dem Saisonstart können du und dein Team eigentlich nicht zufrieden sein. Kommt SG II schnell wieder in die Spur?

Richtig, der Start war wirklich schlecht, da nach den ersten drei Spielen nur 1 Punkt zu Buche steht. Auch die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, war wenig zuversichtlich. In Lausitz wurde schließlich zum Schluss noch eine sichere Führung aus der Hand gegeben. Ich bin mir aber sicher, dass mehr in der Mannschaft steckt, als Kanonenfutter für unsere Gegner. Es wird sich zeigen, wie viel jeder, der aufläuft, bereit ist zu geben, den Erfolg auch mal zu erzwingen.   

In der vergangenen Rückrunde zeigte die Mannschaft, dass man in voller Besetzung durchaus mit den besten Teams der Liga mithalten kann. Jedoch gab und gibt es immer wieder arge Personalprobleme. Kann man diese Probleme in den Griff bekommen bzw. lösen und in Zukunft ganz oben mitspielen?

Dies ist eine zentrale Frage, die sich für den gesamten Verein in den nächsten Jahren stellen wird.  Wie lassen sich leistungsorientierter Sport mit Familie und Spaß unter einen Hut bringen und will man das überhaupt? Unsere SG ist nach wie vor auf ZWEI funktionierende Männermannschaften angewiesen. Die Aufstockung des Kaders der Ersten muss den Ergänzungsspielern oder Rückkehrern nach einer Verletzung in der Zweiten zeitweise die Chance auf Spiele unter Wettkampfbedingungen bieten. Auch junge talentierte Spieler, die nicht sofort den Sprung ins Landesklassenteam schaffen, sollen regelmäßig über volle Spielzeiten die Gelegenheit haben, sich weiterzuentwickeln und den Sprung nach oben zu schaffen.


  Interview mit Mannschaftskapitän Pierre Keilwagen - Saisonstart 2015/2016

Veröffentlicht am Dienstag, 11. August 2015 15:05

Kurz vor dem Start der Saison 2015/2016 steht der SGF Internetredaktion heute Pierre Keilwagen (28) – Mannschaftskapitän der SG I - Rede und Antwort.

Hallo Pierre, zunächst erstmal danke, dass du dir Zeit für dieses Interview genommen hast. SG I befindet sich derzeit mitten in der Saisonvorbereitung. Wie lautet dein bisheriges Fazit zu den ersten Trainingswochen?

Nach dem Trainerwechsel hieß es für uns, sich wieder an neue Trainingsmethoden zu gewöhnen. Vor allem die langen Waldläufe waren wir nicht mehr gewohnt. Doch die Trainingsbeteiligung war immer sehr hoch und es haben alle ordentlich trainiert. Und im Trainingslager haben wir einen ordentlichen Grundstein für die Saison gelegt!

Das Trainingslager war also ein voller Erfolg?

Ja, in jeglicher Hinsicht. Die Trainingseinheiten waren sehr intensiv und anstrengend. Aber auch die Maßnahmen zur Teambildung sind nicht zu kurz gekommen.

Wie ist dein Eindruck von den Neuzugängen? Konnte diese sich schon in die Mannschaft integrieren?

Vincent und Phillip waren im Trainingslager dabei und wurden ohne Probleme in die Mannschaft integriert. Kevin ist ein Rückkehrer, der eine Bereicherung für unsere Mannschaft ist. Er war es auch, der sich bestens um unseren spanischen Neuzugang Francisco gekümmert hat.

Du sprachst schon den neuen Trainer an. Wie kommt er bei der Mannschaft an?

Ich glaube, das Trainererbe von Stephan anzutreten, ist nicht ganz einfach. Doch Mäxchen macht das bis jetzt sehr gut. Die Mannschaft akzeptiert und respektiert ihn seit dem ersten Tag. Ich denke, wir werden eine gute Zeit mit ihm haben. Er war selber Fußballer, kann mit viel Erfahrung punkten und  gestaltet dementsprechend das Training. 

Am 15.8. startet die neue Spielzeit mit einem Heimspiel gegen Großräschen. Was sind die Ziele für die kommende Spielzeit?

Mit der Erfahrung aus fünf Landesklassensaisons und dem guten Mannschaftskader sollte ein Tabellenplatz unter den ersten fünf Teams das Ziel sein.

Ist der Aufstieg ein Thema? Gerade, da keine Mannschaft aus der Landesliga herunterkam?

Meiner Meinung nach sollte man trotz Vizemeisterschaft die Kirche im Dorf lassen und nicht vergessen, dass wir in Friedersdorf Hobbyfußballer ohne Bezahlung sind und die Landesklasse schon sehr erfolgreich für uns ist.

Kann die SGF in dieser Saison dafür den Pokal zurück auf die Alm holen?

Zeit für einen Titel wäre es mal wieder. Mit ein bisschen Losglück sollte der Einzug ins Finale machbar sein.

Vielleicht noch ein paar abschließende Worte vom Kapitän an Spieler, Fans und Sympathisanten?

Ich freue mich auf die neue Saison mit den Jungs und hoffe, dass alle verletzungsfrei bleiben und ordentlich bei der Stange halten. Und mit unseren Fans im Rücken, die so manches Auswärts- zum Heimspiel machen, sollte einer erfolgreichen Saison nichts im Wege stehen.


  Vereinspräsident Jörg Werner - Worte zum Jahresabschluss

Veröffentlicht am Mittwoch, 11. Dezember 2013 14:00

In unserer losen Reihen von Interviews rund um den Verein, steht heute kurz vor dem Jahresende der Chef persönlich -
Jörg Werner (44), Vereinsvorsitzender der SG Friedersdorf -
Rede und Antwort.

SGF Internetredaktion: Jörg, schön dass du Dir Zeit für dieses kurze Interview zum Jahresende genommen hast. Vorab. Wie bewertest du die zurückliegenden zwölf Monate aus Sicht des Vorstandsvorsitzenden?

Jörg Werner: Sportlich gesehen ist das letzte Jahr doch ziemlich erfolgreich verlaufen. Zwar konnten keine Meisterschaften oder Pokalsiege errungen werden, aber der Verbleib der 1. Männermannschaft in der Landesklasse war das Saisonziel, welches ja mit Bravour erreicht wurde. In der Vereinsarbeit hat sich auch einiges zum positiven entwickelt, wobei dort gerade bei der Mitarbeit der einzelnen Mitglieder noch etwas Unterstützung nötig wäre. Negativ zu erwähnen ist natürlich der Einbruch in unsere Garage und dem damit verbundenen Diebstahl unserer Rasentraktoren und anderer Geräte.

 SGF Internetredaktion: Du sprichst es an und nimmst mir meine nächste Frage quasi vorweg .Der feige Einbruchsdiebstahl im Herbst diesen Jahres…. Gibt es da schon was zu vermelden? Ist man den Tätern auf der Spur? Welche Resonanz hatte der Spendenaufruf des Vorstandes?

Jörg Werner: Leider haben wir von der zuständigen Polizeibehörde die Nachricht erhalten, dass die Ermittlungen ergebnislos eingestellt wurden.Der Spendenaufruf hat einen guten Anklang gefunden. so konnte der neue Rasentraktor, dessen Kauf ja unumgänglich und nötig war, zu etwa einem Drittel von diesen Spenden bezahlt werden. Natürlich riss die restliche Summe ein ganz schönes Loch in unsere Vereinskasse, wodurch dann einige kleinere, aber eigentlich nötige Anschaffungen erst einmal warten müssen. Bedanken möchte ich mich an dieser Stelle auch gleich noch bei unserem Sportfreund Werner Hustan, der, obwohl nicht einmal Vereinsmitglied, sich sofort angeboten hatte und mit seinem privaten Rasentraktor seit Ende August vor jedem Heimspiel den Platz gemäht hat. 

SGF Internetredaktion : Schauen wir ins neue Jahr? Gibt es da seitens des Vorstands schon Pläne, Ansatzpunkte oder ähnliches was auf der Tagesordnung steht? 

Jörg Werner : Natürlich steht der Spielbetrieb im Vordergrund. Aber auch die Planung unseres alljährlichen Sportfests und die nicht mehr ganz so einfache Aufgabe unsere Nachwuchsmannschaften für den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten. Große Probleme gibt es da vor allem bei den ganz kleinen. Die Zahl der Neuanmeldungen sinkt von Jahr zu Jahr. In der vorigen Saison blieb uns nur ein Spieler für die F-Junioren, der jetzt mit einer Gastspielgenehmigung in Doberlug spielt. Da gilt es Wege zu finden, die Kinder wieder für unseren Sport und unseren Verein zu begeistern.

 SGF Internetredaktion:  Wäre da eine Kooperation mit der Grundschule in Rückersdorf nicht ein möglicher Ansatzpunkt ?

Jörg Werner: Diese Kooperation gab es vor einigen Jahren schon einmal. Leider ist es sehr schwer zeitlich das ganze in die Reihe zu bekommen. Das grundsätzliche Interesse und Ideen dazu bestehen auf beiden Seiten. Doch zu der Zeit, wenn die Schule beendet ist und eine AG oder ähnliche Aktivitäten möglich wären, fehlt es unserem Verein an Leuten, die dann die Zeit hätten, die Kindern durch z.B. AG´s für den Verein zu begeistern. Da sehr viele Schüler aus dem weiteren Umfeld her unsere Grundschule besuchen, diese durch den Linienverkehr zeitlich gebunden sind, können solche Maßnahmen nur am frühen Nachmittag durchgeführt werden und da fehlt es, wie schon gesagt, an den Trainern oder Betreuern.

 SGF Internetredaktion : Das ist sicherlich ein schwer zu lösendes Problem, mit dem auch deutlich größer strukturierte Vereine zu kämpfen haben. Du sprachst eingangs aber auch die Vereinsarbeit an, die sich positiv entwickelt hat. Hast du hierfür spezielle Beispiele?

Jörg Werner: Gerade im Vorstand hat durch die jüngeren Vorstandsmitglieder frischer Wind mit neuen Ideen Einzug gehalten. Auch das Umsetzen von diesen Ideen wird durch die Mitarbeit der Vereinsmitglieder schneller und besser durchgeführt. Leider ist aber anscheinend nicht allen Mitgliedern, speziell den aktiven Spielern, bewußt, dass nur das Fußballspielen am Wochenende nicht ausreicht, um einen Verein am Laufen zu halten. Selbst mal ein paar Aufgaben zu übernehmen, wie z.B. das Grillen am Spieltag o.ä., da müssen unsere Mitgliedern einfach Eigeninitiative zeigen. Es ist immer noch so,dass zuwenige zuviel machen müssen und sich andere auf deren Kosten ausruhen. 

SGF Internetredaktion : Wie will man diesem "Problem" begegnen und auf Dauer lösen?

Jörg Werner: Das ist ein Problem bei dem sich jedes einzelne Mitglied mal hinterfragen sollte, was kann ich für meinen Verein tun. Wir als Vorstand können da immer nur um die Unterstützung der Mitglieder bitten. Sich anbieten oder etwas tun muss dann jeder selbst, denn jedem einzelnen vorzuschreiben, was er zu tun hat, das ist, glaube ich, nicht Sinn und Zweck der Sache.

 SGF Internetredaktion : Nochmal kurz zum sportlichen Teil. Wie und wo siehst du die beiden Männermannschaften im Juni 2014?

Jörg Werner: Ziel der 1. Männermannschaft sollte es sein, einen einstelligen Tabellenplatz zu erreichen und damit in der LK zu verbleiben. Mein Wunsch wäre es, sich um Platz vier einzuordnen, was mit unsrerem kleinen Kader schon sehr respektabel wäre. Und SG II sollte sich wieder fangen, die guten Ergebnisse des Saisonstarts wieder ansteuern und ebenfalls in der Tabelle einstellig bleiben.  SGF Internetredaktion :An dieser Stelle kommen wir auch schon zum Ende unseres kurzen Interviews. Selbstverständlich gehören die abschließenden Worte „dem Chef“….

Jörg Werner:Ich wünsche allen Mitgliedern, allen Sponsoren und Helfern unseres Vereins, ob jung oder alt ein schönes Weihnachtsfest, einen guten Rutsch und gesundes, erfolgreiches neues Jahr 2014. Auf das alle unserem Verein treu bleiben und uns weiterhin unterstützen.

 SGF Internetredaktion : Vielen Dank, dass Du dir Zeit genommen hast. Dir und deiner Familie auch ein besinnliches Weihnachtsfest !

Für die SGF Internetredaktion fragte: Marcel Schmidt


  Toni Böhme im Interview nach dem 4. Spieltag

Veröffentlicht am Freitag, 06. September 2013 07:18

In unserer losen Folge von Interviews rund um die SG Friedersdorf steht uns heute:
Toni Böhme (28) - Mannschaftskapitän bei SG II - Rede und Antwort.


SGF Internetredaktion:
Toni, seit der Sommerpause bist du offiziell und amtlich Mannschaftskapitän bei SG II. Nach vier Spieltagen steht die Mannschaft recht überraschend auf Platz 1. Was sagst du dazu? 

Toni Böhme: Der Saisonstart von SG II ist natürlich überragend und war so nicht abzusehen. Da viele aus der Mannschaft aus verschiedensten Gründen nicht trainieren können weiß man eigentlich zu Beginn einer Saison nicht so genau wo man steht. Doch gleich das 1. Saisonspiel in Theisa dürfte gezeigt haben, dass diese Mannschaft intakt ist, als man in Unterzahl noch einen Punkt mitnehmen konnte. Aufbauend auf diesem Erfolgserlebnis konnte man dann eine Serie starten. Man sollte jetzt aber nicht abheben und denken die Siege kommen weiterhin von ganz allein, denn wir können genauso gut gegen fast jeden Gegner der Liga verlieren wenn wir nicht den nötigen Einsatz im Spiel zeigen. Ich bin übrigens sehr stolz Kapitän dieser Truppe zu sein und möchte mich nochmal für das Vertrauen bedanken.

SGF Internetredaktion: Das Vertrauen welches dir der Trainer ausgesprochen hat.  In der letzten Saison gab es auf dieser Position wohl einige "Unstimmigkeiten"? Ist davon in der Mannschaft etwas hängengeblieben oder wie siehst du das?

 Toni Böhme: Da hast du Recht In der letzten Saison gab es da einige unglückliche Situationen. Inwieweit dies bei einzelnen Spielern noch nachhängt kann ich nicht zu 100% beurteilen, jedoch wirkt es sich bisher nicht auf die mannschaftliche Geschlossenheit aus. Aus meiner Sicht müssen die Fehler bzw. Unstimmigkeiten - falls sie wieder passieren - schneller angesprochen  und geklärt werden, damit nicht wieder Nebenkriegsschauplätze entstehen. Ich hoffe, dass es diese Saison diesbezüglich etwas ruhiger verläuft.

SGF Internetredaktion: Was ist denn deiner Meinung nach sportlich drin? Habt ihr euch schon einmal mit der Aufstiegsregelung befasst?

 Toni Böhme: Vom Aufstieg brauchen wir nicht zu träumen. Der 1. Platz wird diese Saison ganz klar an Elsterwerda gehen. Dahinter sehe ich Mannschaften wie Plessa, Saalgast, Kirchhain, Spvvg. Finsterwalde II und Theisa. Mit diesen Mannschaften können wir an guten Tagen mithalten jedoch fehlt uns die Konstanz. Aus meiner Sicht können wir so um Platz 4 bis 6 mitspielen. 

SGF Internetredaktion: Dann muss ich dir etwas auf die Sprünge helfen und verweise auf die Wettspielanweisungen der aktuellen Saison. Dort  gibt es Varianten, dass am Ende pro Staffel bis zu 6 Mannschaften in die neu formierte Kreisliga aufsteigen.... Aber gut, kommen wir noch einmal zu dir. Du bist jetzt ziemlich genau 3 Jahre im Verein. Dein Fazit?

 Toni Böhme: Mein Fazit ist durchweg positiv. Ich habe mich fussballerisch in dieser Zeit weiterentwickelt und durfte sogar teilweise in der Landesklasse mitspielen. Dies habe ich bei meinem Wechsel nicht erwartet. Dazu habe ich sehr nette Menschen kennengelernt, wovon viele jetzt zu meinem Freundeskreis zählen. Ich glaube mehr kann nicht erwarten. Ich habe vor 3 Jahren auf jeden Fall alles richtig gemacht.

SGF Internetredaktion: Du sprachst die Landesklasse schon an. Was erwartest du von SG I in  dieser Saison?

 Toni Böhme: Ich erwarte mir einen relativ sicheren Klassenerhalt. Einen genauen Tabellenplatz möchte ich dabei nicht angeben, da die Unterschiede zwischen den einzelnen Mannschaften doch sehr gering sind. Zudem erhoffe ich mir im Vergleich zu den ersten Saisonspielen noch eine Steigerung der spielerischen Qualität. Das Potenzial dazu besitzt die Truppe auf jeden Fall, insbesondere wenn "unsere größte Waffe" Chris Borchardt wieder fit ist. Persönlich hoffe ich natürlich im Laufe der Saison auch noch auf den einen oder anderen Einsatz bei SG I. Im Pokal muss man sehen wie es läuft. Hier ist alles möglich. Ein schlechtes Spiel und man ist raus, aber man kann auch alle schlagen. 

SGF Internetredaktion: Vielen Dank, dass du Dir für uns und das Interview Zeit genommen hast. Für den weiteren Saisonverlauf alles Gute, eine verletzungsfreie Zeit und – wenn auch mit leichter Verspätung – Herzlichen Glückwunsch zur bestandenen Diplomarbeit.

Für die SGF Internetredaktion fragte Marcel Schmidt.


  Marcel Schollbach - zum Saisonstart 2013/2014

Veröffentlicht am Donnerstag, 08. August 2013 09:27   

Kurz vor dem Start der Saison 2013/2014 steht der SGF Internetredaktion heute Marcel Schollbach –Aktivposten bei SG I und Vizepräsident des Vereins -  Rede und Antwort.

SGF Internetredaktion:  Marcel, am Wochenende beginnt die neue Saison. Für SG I die vierte in Folge in der Landesklasse. Wo soll es für euch hingehen?

Marcel Schollbach: Wir wollen in der nächsten Saison auch wieder Landesklasse spielen und deshalb hat der Trainer das Ziel, einstelliger Tabellenplatz, ausgegeben. Das ist auch meine persönliche Erwartung an unser Team und wenn wir von Verletzungen verschont bleiben, ist das auch möglich. Aber wir wissen, dass es eine schwere Saison wieder wird. 

SGF:  Wie zufrieden bist du bzw. ist das Team denn mit der Vorbereitung auf dieses  ehrgeizige Ziel?

Marcel Schollbach: Von der Trainingsbeteiligung her, bin ich sehr zufrieden. Die meisten Spieler haben sehr gut mitgezogen. Auch die Spieler aus dem erweiterten Kader waren stets da und es ist auch wichtig, dass die Spieler, die nicht ganz so oft zum Einsatz kommen, immer zur Stange halten und fit bleiben. Aber mit der kompletten Vorbereitung kann ich nicht zufrieden sein, weil ich mich beim Test in Kirchhain verletzt habe. Dann kommen noch die Verletzungen von Jörg Stalinski, Chris Borchardt und Andreas Eckert hinzu. Aber ich denke trotzdem, dass wir unser Ziel schaffen werden. Wir sind spielerisch und konditionell sehr gut aufgestellt. Lassen wir uns also überraschen, wie das Team die ersten drei Spiele bestreitet. 

SGF:  Die Stimmung im Team ist also gut und die Fans können sich wieder auf einige Fußballfeste auf der Alm freuen, ja?

MarcelSchollbach: Ja die Stimmung ist gut trotz einiger verletzter Spieler. Wir haben spaß beim Training und hatten auch in den ersten beiden Testspielen unseren Spaß. Die beiden letzten Testspielniederlagen werden daran auch nichts ändern. Das Team wird auch alles geben, damit das Ziel erreicht wird und unsere Fans auch wieder einige Fußballfeste sehen können. Ich möchte auch an dieser Stelle, mich im Namen der Mannschaft, bei der großartigen Unterstützung der Fans, vor allem bei den Auswärtsfahrten bedanken. Wir werden auch in dieser Saison wieder die Busfahrten anbieten und hoffen, dass wir genauso viel oder noch mehr Unterstützung erhalten.

 SGF: Durch die „interessante „ Abstiegsregelung dürfte die Landesklasse sehr ausgeglichen und spannend werden. Hast du einen Titelfavoriten?

Marcel Schollbach: Ich denke auch, dass es eine sehr ausgeglichene und spannende Saison wird. Dadurch das Großkoschen, Lübbenau und Schwarzheide nicht mehr dabei sind, kann jedes Team jeden schlagen. Dementsprechend sind auch die Aufsteiger und auch der VfB Herzberg nicht zu unterschätzen. Titelfavorit ist ganz klar Kolkwitz. Sie haben eine sehr junge gut eingespielte Truppe und eins zwei richtig Erfahrene Leute im Kader. Zudem spielen Sie Ihre Viererkette richtig gut aus. Aber das heißt nichts. Auch Krieschow hatte ein richtig gutes Team und hat es erst im dritten Anlauf geschafft. Aber es werden auch noch eins zwei Überraschungsteams um den Aufstieg mitspielen. Ich glaube nämlich nicht, dass Kolkwitz einen derartigen Durchmarsch macht wie Krieschow in der vergangenen Saison. 

SGF: Und wie schätzt du Lage bei den anderen Kreivertretern ein? Schließlich spielen ja in der LK Süd in dieser Spielzeit mit Falkenberg, Herzberg, Liebenwerda uns der SGF so viele EE Teams wie lange nicht mehr.

 Marcel Schollbach: Bad Liebenwerda schätze ich wieder stark ein. Sie haben ein junges Team, dem alles zuzutrauen ist. Vor allem in den Derbies haben sie den unbedingten Siegeswillen und ich hoffe, dass sie gegen uns nicht wieder zwei Saisonsiege einfahren. Aber sie sind nicht immer konstant, was man in den Spielen gegen Großräschen in der letzte Saison gesehen hat. Herzberg und Falkenberg kann ich überhaupt nicht einschätzen. Falkenberg hatten wir im letzten Jahr im Pokal. Da haben sie uns es sehr schwer gemacht. Aber wir waren auch nicht optimal besetzt. Bei Herzberg bin ich gespannt, wie sie die Saison bestreiten. Sie haben viele Abgänge und ein sehr junges Team ohne großartige Erfahrung. Es wird für beide schwer. Ich persönlich freue mich auf die EE-Derbies und hoffe, dass sie in dieser Saison besser für uns ausgehen.

 SGF:  Abschließend noch eine Frage zum erweitertem  Vereinsumfeld. Zuletzt waren die Zuschauerzahlen in Friedersdorf leicht rückläufig. Woran liegt das deiner Meinung nach? 

Marcel Schollbach: Am spielerischen bzw. am Erfolg der Mannschaft kann es ja fast nicht liegen. Wir haben die beste LK Saison der Vereinsgeschichte hingelegt. Grund könnte der lange Winter sein, weil die umliegenden Vereine auch viele Nachholspiele hatten und somit die Doberluger, Kirchhainer, Oppelhainer usw. nicht die Möglichkeit hatten, auf die Alm zukommen. Aber in dieser Saison wird das schon wegen den drei EE-Derbies besser sein.

 SGF: Nun, ob das der richtige Ansatz ist, lasse ich an dieser Stelle offen. Ich bedanke mich bei dir für das Gespräch kurz vor dem Saisonstart und wünsche Dir und der Mannschaft alles Gute für die anstehenden Aufgaben. 

Für die SGF Internetredaktion fragte Marcel Schmidt.